Gedenken für alle Opfer des Südostwallbaus

Sonntag, 28. März 2021
Virtuelles Gedenken

Corona-bedingt wurde die Gedenkfeier für alle Opfer des Südostwallbaus heuer beim Kreuzstadl in Rechnitz aufgezeichnet.
Hier das Video des Gedenkaktes (Mitwirkende u.a.: Paul Gulda, Vorsitzender Verein RE.F.U.G.I.U.S.; Schlomo Hofmeister, Rabbiner; Martin Kramelhofer, Bürgermeister Rechnitz; Bogdan Laketic, Akkordeon).

Gefördert von:
Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung
Land Burgenland
Mauthausen Komitee Österreich

Unterstützt von:
Burgenländische Volkshochschulen
Gemeinde Rechnitz
Israelitische Kultusgemeinde Wien
K.B.K. - Kultur.Bildung.Kunst

Mitgliedsbeitrag/ Spende:
Mitgliedsbeitrag: € 20,00
Mit einem finanziellen Beitrag unterstützen Sie die Arbeit von RE.F.U.G.I.U.S. und tragen zum Erhalt der GEDENKSTÄTTE KREUZSTADL bei.
Bank Austria Oberwart
BIC: BKAUATWW
IBAN: AT74 1100 0018 5397 9100


 

Zukunft als Bedrohung! Zukunft als Chance?

Samstag, 27. März 2021
14:00 Uhr
Virtuelle Tagung

Mit Rechtspopulismus, Antifeminismus, Antisemitismus, Rassismus und Verschwörungstheorien wird Stimmung gegen Demokratie, Freiheit und Vielfalt gemacht. Wir stellen uns folgende Fragen: Wie und wohin haben sich unsere Demokratie und unsere demokratische Gesellschaft unter dem Einfluss der "Corona-Krise" entwickelt? Wird die Krise unsere Gesellschaft noch mehr spalten oder wird sie sie gerechter machen?
Die online angebotenen Referate sollen auch ein kritischer Gradmesser sein, was sich an populistischen, autokratischen, inhumanen Verhältnissen und Strukturen in den vergangenen Monaten eingeschlichen oder verstärkt hat.


Andreas Peham

Politikwissenschafter, Mitarbeiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW)

„Seuchenzeiten sind Krisenzeiten - Wie die extreme Rechte auf der Corona-Welle schwimmt“

Als Politik (mit) der Angst braucht der Rechtsextremismus die Krise wie wir die Luft zum Atmen. Die soziale Angst erlaubt es ihm erst, die Menschen in neurotische Panik zu versetzen.


Judith GoetzGoetz

Literatur- und Politikwissenschafterin, Mitglied der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (FIPU) sowie des Forschungsnetzwerks Frauen und Rechtsextremismus.

„Antifeminismus in der Corona-Pandemie“

Auch während der Corona-Pandemie erfahren antifeministische Denkmuster neuen Aufschwung. So konstruieren Antifeminist*innen beispielsweise einen Zusammenhang mit Covid-19 und aktuellen Gender-Politiken, Homosexualität und Ehelosigkeit indem sie das Virus als "Strafe" für diese Sünden werten. Frauen wie auch Männer werden in stereotype Rollen und das traditionelle Modell der heterosexuellen Kleinfamilie gedrängt.


Gerhard Baumgartner

Historiker, wissenschaftlicher Leiter des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes (DÖW)

„Österreichs gespaltenes Verhältnis zur NS-Vergangenheit“

Seit Ausbruch der Pandemie tauchen in sozialen Medien und auf Demonstrationen wieder vermehrt Symbole, Zitate und „Botschaften“ aus der NS-Zeit auf. Das wirft ein bedenkliches Schlaglicht auf das nach wie vor gespaltene Verhältnis Österreichs zu seiner Nachkriegsidentität.


Zukunft als Bedrohung!

Zukunft als Chance?

Geschichtsbilder, Rollenbilder, Feindbilder… die gesamte RE.F.U.G.I.U.S. – Tagung 2021 in einem Podcast.


 

Die Skulptur „der RECHNITZER WÄCHTER“ ist ein Werk der Künstlerin und Steinbildhauerin Ulrike Truger. Die Skulptur ist 3 Meter hoch und 3,5 Tonnen schwer. Sie besteht aus Rechnitzer Schiefer, der aus einem Steinbruch unweit der Gedenkstätte stammt.

Ulrike Truger: „Diese Skulptur ist ein Symbol der Wachsamkeit an diesem Ort des NS-Massenmordes, dem Massaker von Rechnitz.“

Die Bildhauerin unterstützt mit der Schenkung an den Verein RE.F.U.G.I.U.S dessen Kampf gegen das Vergessen und Wegsehen.

„der RECHNITZER WÄCHTER“ wurde im September 2019 beim Kreuzstadl positioniert und wird bei der Gedenkfeier für alle Opfer des Südostwallbaus am 28. März 2021 offiziell präsentiert